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Ein Auftrag der »etwas selteneren Art« stellte dieser Neuaufbau einer Schloß-Bibliothek dar. Vorgabe des Kunden war, aus den vorhandenen alten Korpussen eine raumumschließende Bibliothek zu gestalten. |
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Die besondere Herausforderung bestand für alle Beteiligten darin, der fertigen Bibliothek die Ausstrahlung und Optik eines sich schon immer in diesem Raum befindlichen Einbaus zu geben. Die Verwendung von altem Eichen- und Fichtenholz und die Wahl eines Grundrisses, der die einzelnen vorhandenen Schrankkomponenten geschickt durch neu zu bauende runde Eckregale verbindet, unterstützte dies besonders. |
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Vor der eigentlichen konstruktiven Holzarbeit wurde die vorhandene Oberfläche der Schränke entfernt. Nachdem der Grundriß des Original-Raumes 1:1 aufgezeichnet war, wurden die einzelnen Schrank-Fragmente angepaßt, verstärkt und ausgerichtet. Für die neuzubauenden Ecken wurden Rückwände und Konstruktionsböden aus altem Eichenholz angefertigt. Die Kranzprofile wurden nach den Originalmustern gefräst und gedrechselt. Die neu anzufertigenden Säulen wurden in Handarbeit aufgebaut und mit den nachgeschnitzten Kapitelen versehen. |
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Nachdem die alten und neuen Korpusse aufgebaut und verbunden waren und alle Profilübergänge beigearbeitet waren, ging es an vielerlei »Kleinarbeit«: Profile ausbessern, Zahnleisten montieren und eine Ecklösung für die neuen Böden finden ... Vor dem Einbau der Bibliothek in Niederbayern wurde die Oberflächenbehandlung durchgeführt. |
Lorenz und Schmid und J. Reinartz (München).